Systeme, Training und Methodik
#41

(12.01.2020, 12:03)Korschenbroicher schrieb:  Rose scheint das Trainingslager zum ausprobieren neuer taktischer Varianten genutzt zu haben

Stindl auf der 10
Neuhaus als Teil der Doppel-6 (in Konkurrenz zu der Position die sonst Zakaria oder Kramer einnehmen)

sind so 2 Spieler über die in der Presse die letzten Tage berichtet wurde.
Gegen RB haben wir mit dieser Doppelsechs gespielt!

Das war günstig, weil wir uns so spielerisch aus dem Pressing lösen konnten.

....und lange hohe Bälke gegen Konate und Upemecano sind Quatsch,von daher musst du es spielerisch schaffen.
Auch wenn wir verloren haben, war eins der besten Spiele
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Danke:
#42

(02.11.2019, 01:42)Kcct12 schrieb:  
(01.11.2019, 20:16)Boekelberg73 schrieb:  Was hab ich bei Zakaria behauptet?

Für mich hat er was vom jungen Viera!
Er ist ein vernünftiger Fußballer und ein Zweikampfmonster und für jede hochstehende Abwehr eine Lebensversicherung.

....und genau darum geht es!
Spieltaktik!
Bessere Mannschaften müssen das Spiel machen und viele Leute nach vorne bringen.
....und genau dann brauchst du einen Staubsauger der es dir gestattet hoch zu spielen.

...und da hilft dir kein Stellungsspiel oder Auge!
Da hilft Geschwindigkeit und sonst nichts.

Tausche Zakaria gegen Strobl oder Xhaka und es verändert viel.
Wenn du dann noch Elvedi gegen Jantschke tauschst, dann bist du plötzlich unten und nicht mehr oben, weil du gewisse Dinge nicht mehr machen kannst
Das sehe anders. Du bist nicht unten mit Xhaka, Strobl und Jantschke. Du stehst dann tiefer und lässt den Gegner kommen. Hast hinten ein Stellungsspiel was passt und spielst mit Xhaka und Strobl den langen öffnenden Ball. Vorne ist dann die Geschwindigkeit egal, weil du Spieler wie
Thuram und Embolo hast, die die Bälle fest machen und dann einen Plea der vollstreckt. Du presst dann halt nicht mehr und hast einen längeren Weg zum gegnerischen Tor, aber du hast die Möglichkeit, mit weniger Pässen zum Ziel zu kommen.

Das muss man dich aber auch so machen lassen!
Wenn das Hauptrezept Kontern ist, dann werden viele Gegner dich nicht früh stören!
....und weder Xhaka, noch (vor allem) Strobl machen unter Pressing einen guten Aufbau.

Xhaka ist da wohl noch deutlich resistenter als Strobl.

Ich sehe das nicht....
Ist aber nur meine Meinung
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Danke:
#43

Ich packe es mal hier rein:

(23.03.2021, 23:17)Boekelberg73 schrieb:  Ja, Bayern ist seit vielen Jahren eine sehr gute Pressingmannschaft.
Ich würde Pressing noch in dynamisch und statisch unterteilen.
Sprich einmal kommt es aus einem sehr guten mutigen Positionsspiel und ein anderes mal um ständiges Ansprinten.

Bayern hat es mit dem Positionsspiel und ist dabei extrem mutig.
Sie leben idR von brutal starken IV, die es auch 1-1 auf viel Raum verteidigt bekommen.
Boateng war über viele Jahre ein Garant dafür.

Angriffspressing steht und fällt mit dem Mut hoch zu verteidigen, hinten Mann gegen Mann zu spielen und nah an die Gegner zu schieben.

Am Besten hat es bei uns geklappt, als letztes Jahr Zakaria/Elvedi/Ginter die zentraldefensive Achse gebildet haben.
Kramer/Beuhaus zB sind im Umschaltspiel rückwärts bei weitem nicht so stark, weil sie Geschwindigkeitsdefizite haben.

Einen Link habe ich nicht, weil ich Fohlen TV nicht mehr habe.
Es gab ein großes Interview mit FTV als er anfing aus dem Trainingslager.

Alles was du schreibst (Rose mit Ankündigung hohes Pressing zu spielen und das es im letzten
Jahr teils gut geklappt hat und wie man es umsetzt) ist richtig.

Ich finde aber das wir sogar einen Schritt weiter gegangen sind, da wir nun variantenreicher
spielen. Hohes Pressing erfordert von der ganzen Mannschaft eine hohe Laufbereitschaft 
und auch das KEINER auch nur einen Moment abschalten darf. Gerade in dieser 
Saison (viele Spiele in kürzerer Zeit) bekommt man da schnell Probleme, wenn nicht der
gesamte Kader auf einem annähern gleichen Level spielt (was bei Bayern und auch Leipzig
der Fall ist).

Aber wie wollen wir diese Saison zu Toren kommen?
Ich sehe da drei Varianten:

1. Diagonales Passspiel
Bereits des öfteren haben ich in den Spieltagsthreads geschrieben, das beispielsweise Ginter
(aber auch Elvedi, Lainer, Bensebaini, Wendt) aus der halbrechten Position einen langen Diagonalball
spielt oder den flachen kurzen Diagonalball in die Mitte
(also hinter die erste oder zweite Pressinglinie des Gegners).
Durch diese Bälle erzielen wir Raumgewinne und verlagern das Spiel von einer Seite auf die andere bzw.
in die Mitte auf beispielsweise Stindl oder Hofmann oder einen unserer 6er.
Der Passempfänger kann entweder den Ball gleich mitnehmen, klatschen lassen oder direkt weiterspielen.
Für den Gegner ist es schwierig, weil er nicht weiß was der Passempfänger nun macht.
Der Gegner muss also in alle Richtungen sein Stellungsspiel verschieben können und zusätzlich
muss einer der Gegner auf den Gladbacher herausrücken und ihn angreifen.

2. Wandspieler
Ein Wandspieler (z.B. Stindl, Embolo, Plea,) löst sich von seinem Gegenspieler und kommt unserem
Spieler in Ballbesitz entgegen (z.B. Ginter, Elvedi, Kramer, Neuhaus). Der Wandspieler, sagen wir Stindl,
lässt den Ball auf Neuhaus wieder klatschen, der Gegner schiebt Richtung Ball.
Der Gegenspieler von Stindl folgt ihm und so entsteht  eine kleine Lücke und in diese kann
nun Neuhaus direkt passen. Neuhaus spielt den Ball in diese Lücke (auf Hofmann oder einem anderen
unserer Stürmer) und dies hat dann gleich den Blick Richtung Tor. Er kann selbst abschliessen
oder über die aufgerückten Aussenverteidiger spielen.
Oder Neuhaus spielt auf die Aussen, je nachdem wo die freien Räume entstehen.

3. Kontrolliertes Caos
Lässt der Gegner uns Zeit den Ball auf der 6er-Position zu kontrollieren, wird versucht das Spiel schnell 
zu machen. Die Aussen laufen in den Rücken der gegnerischen Abwehr, die Stürmer und die Aussen unserer
anderen Seite machen kreuzende, vertikale und Finten-Läufe. Durch die Läufe muss der Gegner ständig 
neu verschieben und sich ständig neu ordnen. Durch unsere ständigen Bewegungen entstehen Fehler
bzw. Lücken in der gegnerischen Defensive, die wir versuchen zu nutzen. 

Egal welche Variante, Ziel ist immer zwischen die gegnerischen Zwischenräume zu kommen
und Pässe zwischen die Schnittstellen zu spielen. Schnittstellen zwischen den Ketten, aber
auch Schnittstellen zwischen IV und AV des Gegners und dies möglichst mit einem tiefen Paß.

Insgesamt für mich also ein viel variantenreicheres Spiel als "nur" hohes Pressing zu spielen.
Wobei ein hohes Pressing für den Zuschauer sehr attraktiv ist, weil ständig etwas los ist.
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Danke: Kcct12


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